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Anja Mandel

Bundesagentur für Arbeit (BA)

Die BA hat im Wesentlichen die Aufgabe, den Ausgleich auf dem Arbeitsmarkt im Sinne der beschäftigungspolitischen Ziele der Sozial-, Wirtschafts-, und Finanzpolitik der Bundesregierung zu unterstützen. Sie erfüllt damit für Bürgerinnen und Bürger sowie für Unternehmen und Institutionen umfassende Dienstleistungsaufgaben für den Arbeitsmarkt. Durch die Beratung, Betreuung und Integration von Ausbildungs- und Arbeitssuchenden soll die Dauer der Arbeitslosigkeit und des Leistungsbezugs so gering wie möglich gehalten werden. Die Dienstleistungen der BA müssen dabei den individuellen Ansprüchen und Erfordernissen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern Rechnung tragen und dürfen zugleich wettbewerbsfähige Arbeitsplätze nicht gefährden.

Die BA erbringt vielfältige Dienstleistungen für unterschiedliche Zielgruppen, wesentliche Aufgaben sind:

  • Vermittlung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen,

  • Berufsberatung,

  • Förderung der Berufsausbildung,

  • Förderung der beruflichen Weiterbildung,

  • Förderung der beruflichen Eingliederung von Menschen mit Behinderungen,

  • Zahlung von Leistungen zur Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen,

  • Entgeltersatzleistungen, wie z.B. Arbeitslosengeld oder Insolvenzgeld.

Neben diesen Aufgaben ist die BA auch zuständig für die Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, die interdisziplinär durchgeführt wird. Mit der Arbeitsmarktbeobachtung und -berichterstattung konzentriert sie sich auf die Beschreibung der aktuellen Lage des Arbeitsmarktes. In diesem Zusammenhang werden Arbeitsmarktstatistiken erstellt. Ferner zahlt die BA mit der Familienkasse das Kindergeld aus. Zur Bekämpfung des Leistungsmissbrauchs sind der BA auch zahlreiche Ordnungsaufgaben zugeordnet.

Nach dem Dritten Sozialgesetzbuch (SGB III) ist die BA als Träger der Arbeitsförderung dreistufig gegliedert und umfasst die Zentrale in Nürnberg, zehn Regionaldirektionen sowie 178 Agenturen für Arbeit mit rund 660 Geschäftsstellen. Hinzu kommen die besonderen Dienststellen:

  • Institut für Arbeitsmarktforschung (IAB) in Nürnberg,

  • Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) in Bonn,

  • Hochschule der BA (HdBA),

  • Familienkasse,

  • Bildungsinstitut der BA – interner Bildungsdienstleister,

  • BA-Service-Haus – interner Servicedienstleister,

  • IT-Systemhaus – interner IT-Dienstleister.

Die Zentrale mit Sitz in Nürnberg sorgt durch die Planung sowie die Steuerung und Organisation von Aufgaben dafür, dass die fachlichen Aufgaben im Bundesgebiet strategisch ausgerichtet und einheitlich erfüllt werden. Die Zentrale ist strategischer Partner, der die Organisation über geschäftspolitische Ziele führt. Auf mittlerer Ebene sind die Regionaldirektionen der BA für den Erfolg der regionalen Arbeitsmarktpolitik verantwortlich. Zur Abstimmung ihrer Aufgaben mit der Arbeitsmarkt-, Struktur- und Wirtschaftspolitik der Länder arbeiten sie eng mit den Landesregierungen zusammen. Die Regionaldirektionen steuern die Agenturen für Arbeit. Auf örtlicher Ebene sind die Agenturen für Arbeit für die Umsetzung der Aufgaben der BA zuständig. Sie werden wie die Regionaldirektionen von einer Geschäftsführung geleitet.

Die BA ist eine rechtsfähige bundesunmittelbare Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung. Der Vorstand leitet die Bundesagentur und führt deren Geschäfte. Er besteht aus dem Vorstandsvorsitzenden Dr. rer. pol. h.c. Frank-J. Weise und den Mitgliedern des Vorstands Heinrich Alt und Raimund Becker. Der Vorstand vertritt die BA gerichtlich und außergerichtlich. Selbstverwaltungsorgane der BA sind der Verwaltungsrat und die Verwaltungsausschüsse bei den Agenturen für Arbeit. Sie überwachen die Arbeit des Vorstands beziehungsweise der Geschäftsführung und beraten diese in allen Fragen des Arbeitsmarktes. Strategische und geschäftspolitische Grundsatzentscheidungen unterliegen nach der Satzung der BA dem Zustimmungsvorbehalt des Verwaltungsrats. Die Rechtsaufsicht über die BA führt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Die übergeordneten Ziele der Reform der BA, die seit 2004 umgesetzt wird, sind die spürbare Verbesserung der Beratung und Integration von Arbeitssuchenden, die rasche und wirtschaftliche Erbringung von Geldleistungen und die Stärkung der Qualifikation ihrer Mitarbeiter/innen. Durch die Umsetzung der Reformkonzepte hat sich die BA in allen Belangen als moderner und kundenorientierter Dienstleister für den Arbeitsmarkt neu, d.h. mit mehr Service, verbesserten Verfahren und mehr Transparenz über die Wirkung und Wirtschaftlichkeit ihrer Maßnahmen, positioniert.

Die BA misst der Qualifikation und Weiterbildung eine hohe Bedeutung zu; dies sind wichtige Faktoren, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden bzw. so schnell wie möglich zu beenden. Sie bietet zahlreiche Programme zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und zur Deckung des Fachkräftebedarfs der Wirtschaft an und hat seit 2006 die Aktivitäten zur Förderung der beruflichen Weiterbildung deutlich gesteigert. Ergänzend zu den Aktivitäten der Weiterbildungsförderung wird die Bedeutung von lebenslangem Lernen durch die 2008 gestartete Qualifizierungsoffensive der BA herausgestellt.

Literatur

  • Bernhard, S. u.a.: Aktive Arbeitsmarktpolitik in Deutschland und ihre Wirkungen. In: Möller, J./Walwei, U. (Hrsg.): Handbuch Arbeitsmarkt 2009. Bielefeld 2008

  • Kruppe, T.: Die Förderung beruflicher Weiterbildung Arbeitsloser im Spiegel von Monitoring und Evaluation. In: Zeitschrift für Evaluation, H. 1, 2006

  • Kruppe, T./Stephan, G.: Förderung beruflicher Weiterbildung. In: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (Hrsg.): Fachkräftebedarf der Wirtschaft. Materialsammlung C: Ansatzpunkte für Therapien. Nürnberg 2007

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Wörterbuch Erwachsenenbildung
hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl
2. Aufl. 2010, 334 S., 29,90 €

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt