Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung

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Paul Bélanger & Arne Carlsen

International Council for Adult Education (ICAE)

Der ICAE (auf Deutsch „Internationaler Rat für Erwachsenenbildung“) wurde 1972 von Teilnehmenden an der Dritten Internationalen Erwachsenenbildungskonferenz (CONFINTEA III) der UNESCO in Tokio ins Leben gerufen. Mit seiner Gründung sollte der Bedarf an einer internationalen Nichtregierungsorganisation befriedigt werden, die in der Lage sei, weltweit gegenüber den Regierungen die drängenden Fragen der EB und des → Lebenslangen Lernens zu vertreten.

Der ICAE ist ein Zusammenschluss von nationalen und regionalen Erwachsenenbildungsverbänden. In seinem Exekutivausschuss waren lange Zeit 32 Repräsentanten der regionalen Verbände aus Afrika, den arabischen Ländern, Asien und dem Südpazifik, Europa, Nordamerika, Lateinamerika und der Karibik versammelt. Malcolm Adeseshiah (Indien) war der erste Präsident, Julius Nyerere (Tansania) der erste Ehrenpräsident und Roby Kidd (Kanada) der erste Generalsekretär.

Als ein seit 1973 in Kanada eingetragener Verein widmete sich der ICAE frühzeitig der Arbeit für Frieden, Entwicklung und Demokratie, suchte die enge Zusammenarbeit mit der UNESCO und trat für eine verstärkte Rolle des Staates bei allen Sozialprogrammen ein. Budd Hall, Generalsekretär von 1979 bis 1991, unterscheidet hinsichtlich der Funktion des ICAE fünf Phasen. 1972-1976: Internationale Kooperation in der EB; 1976-1982: EB und Entwicklung; 1982-1990: EB und soziale Bewegungen; 1990-1999: EB und Demokratie; seit 2000: Engagement für ein universales und lebenslanges Recht auf Bildung.

Der ICAE hat fünf Weltversammlungen abgehalten, die von Hunderten von Teilnehmern aus Forschung, Lehre und Praxis aus dem sozial- und geisteswissenschaftlichen Bereich besucht wurden. Seit dem Jahr 2000 ist Paul Bélanger, der frühere Direktor des UNESCO-Instituts für Lebenslanges Lernen (UIL) in Hamburg, Präsident des ICAE, Celita Echer (Uruguay) fungiert als Generalsekretärin.

Der ICAE ist von der UNO anerkannt und wird von der UNESCO als eine Organisation der Kategorie A geführt. Ihr Büro ist in Montevideo (Uruguay) beheimatet. Ein weiteres Büro in Toronto (Kanada) gibt die Zeitschrift „Convergence“ sowie ein wöchentlichen Online-Magazin „Voice Rising“ heraus.

Der ICEA unterstützt vier Schwerpunktprogramme zu den Bereichen Umwelt, Gender, Alphabetisierung, Frieden und Menschenrechte, sowie eine internationalen Akademie für Lebenslanges Lernen. Finanziert wird sie größtenteils aus staatlichen Unterstützungsprogrammen für Entwicklungsländer, die von den Regierungen Schwedens, Norwegens und der Schweiz getragen werden.

Eine wichtige Rolle spielt der ICAE beim Aufbau partizipativer Forschungsnetzwerke, bei der Etablierung des Gender-Aspekts in Debatten und politischen Dokumenten sowie bei der Vernetzung von sozialen Bewegungen mit EB. Der ICAE hat das „Alphabetisierungsjahr“ der UNO lanciert, lokale Einrichtungen zu dezentralisierter Planung angeregt und regionale Strukturen für EB und Erwachsenenlernen gefördert.

Seine heutige Rolle besteht darin, die Belange von EB und Erwachsenenlernen weltweit gegenüber internationalen politischen Gremien und Hilfsorganisationen für Entwicklungsländer zu vertreten, über bildungspolitische Fragen zu informieren und seinen Mitgliedsorganisationen den Zugang zu internationalen Netzwerken zu ermöglichen.

Literatur

  • Hall, B.: The International Council for Adult Education: Global civil society structure. In: Convergence, H. 1, 2000

  • International Council for Adult Education (Hrsg.): A Seven Year Plan for Major Institutional Change. Toronto 1996

  • International Council for Adult Education (Hrsg.): Constitution and Bye-Laws Working Documents. Toronto 1997

  • URL: www.icae.org.uy

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hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl
2. Aufl. 2010, 334 S., 29,90 €

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt