Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung

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Ekkehard Nuissl

Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE)

Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE) ist eine wissenschaftliche Serviceeinrichtung, die von Bund und Ländern gemeinsam finanziert wird. Es ist eines von 80 Instituten der Leibniz-Gemeinschaft und wird in diesem Rahmen finanziert (analog gibt es die Helmholtz Gemeinschaft, die Max-Planck-, und die Fraunhofer-Gesellschaft).

Das DIE wurde 1957 als „Arbeitsstelle innerhalb des Deutschen Volkshochschul-Verbandes“ in Frankfurt a.M. eingerichtet. Als „Pädagogische Arbeitsstelle des Deutschen Volkshochschul-Verbandes“ (PAS/DVV) erweiterte es kontinuierlich seine Aufgaben, Zuständigkeiten und Kapazitäten. 1978 wurde das Institut in die gemeinsame Förderung von Bund und Ländern aufgenommen und von da an als wissenschaftliches Serviceinstitut für die gesamte WB finanziert. In der Konsequenz dieser Aufgabe änderte es 1994 seinen Namen und verselbstständigte sich rechtlich mit Beginn des Jahres 1998. Das DIE hat (2008) etwa neunzig Beschäftigte und ein jährliches Budget von knapp sechs Mio. €. Es ist ein europaweit bekanntes Institut, zu dessen Aufgaben ausschließlich Service, Forschung und Entwicklung für die EB/WB gehören.

Das Institut fungiert als „Schaltstelle“ zwischen Wissenschaft und Praxis und ist maßgeblich daran beteiligt, EB als ein eigenständiges Gebiet der Erziehungswissenschaften zu konstituieren. Dafür liefert es kontinuierliche Forschungsleistung, bietet eine interdisziplinäre Vernetzung von EB mit → Bezugswissenschaften sowie einen systematischen Bezug zum Praxisfeld. Es befindet sich von daher in einem engen Arbeitszusammenhang nicht nur mit Universitäten und Forschungseinrichtungen, sondern insb. auch mit der Weiterbildungspraxis.

Die besondere Situation der erziehungswissenschaftlichen Teildisziplin EB sowie die eng in gesellschaftliche Bezüge eingebettete Praxis der EB machen es erforderlich, dass das DIE in hohem Maße interdisziplinär und vernetzt arbeitet. Das DIE erfüllt seine Aufgabe dadurch, dass es Bezüge zwischen den unterschiedlichen wissenschaftlichen und praktischen Bereichen der EB herstellt und jeweils auf den Kern, das → Lernen der Erwachsenen, konzentriert. Seine Einbettung entspricht einem Netzwerk, in dem es erwachsenenbildungsrelevante Informationen sammelt, verbreitet, Impulse gibt und diesbezüglich Fragen stellt. Innovativ ist das DIE durch neu entwickelte → Curricula, Lernkonzepte, → Fortbildungen in der WB; Forschungsservice liefert es über Forschungsdissemination sowie die Ermittlung von forschungsrelevanten Fragen; Qualität sichert es durch das jeweilige Anknüpfen an den Forschungs- und Diskussionsstand und die enge Zusammenarbeit mit der Scientific Community (insb. der DGfE). Mit den zuständigen politischen Instanzen von Bund und Ländern (Gemeinsame Wissenschaftskonferenz und BMBF) arbeitet das DIE eng zusammen.

International ist das DIE insb. engagiert im Konsortium → European Research and Development Institutes for Adult Education (ERDI)

Institutes for Adult Education. Hinzu kommen enge Kooperationen mit den beiden anderen großen europäischen Weiterbildungsorganisationen, der → European Association for the Education of Adults (EAEA) und der → European Society for Research on the Education of Adults (ESREA). Seit 2008 koordiniert es einen europäisch-asiatischen Ausschuss für Erwachsenenbildungsprofessionalisierung. In vielfältigen Zusammenhängen vertritt das DIE die deutsche EB auch im Ausland und liefert unentbehrliche Informationen für übergreifende Darstellungen, Datensammlungen und Kooperationsprozesse.

Die Arbeitsformen des DIE – Publikationen, Konferenzen, → Beratung, Projekte, Fortbildung – orientieren sich gleichermaßen an Interessen und Bedürfnissen von Wissenschaft und Praxis. Dazu gehören vor allem

  • Konzeption, Entwicklung und Erprobung von Rahmenplänen und Fortbildungsmodulen,

  • Organisation und → Evaluation wissenschaftlicher Fortbildung und Beratung,

  • Entwicklung von Zertifikaten und Konzepten,

  • Kooperation mit Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Bildungseinrichtungen,

  • Bereitstellung von Grundlagen für Lehre und Forschung der EB (Statistik ( → Weiterbildungsstatistik), Dokumente, Literaturservice usw.),

  • Entwicklung und wissenschaftliche Begleitung von → Modellversuchen,

  • Organisations- und Politikberatung sowie Systemevaluation,

  • Forschungsarbeiten zu Lehr-Lernprozessen, institutionellen Strukturen und Zugangswegen.

Das Institut bietet ein Forum für die unterschiedlichen Akteure in der Wissenschaft und Praxis von EB. Ziel ist es, Menschen zum → lebenslangen Lernen zu motivieren und zu aktivieren und eine an den Interessen und Bedürfnissen der Lernenden orientierte EB zu entwickeln. Seit 2008 heißt das DIE im Untertitel „Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen“.

Literatur

  • DIE: Jahresbericht 2007. Bonn 2008

  • Nuissl, E. (Hrsg.): 50 Jahre für die Erwachsenenbildung. Bielefeld 2008

  • URL: www.die-bonn.de

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Wörterbuch Erwachsenenbildung

Wörterbuch Erwachsenenbildung
hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl
2. Aufl. 2010, 334 S., 29,90 €

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Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) ist die zentrale Einrichtung für Wissenschaft und Praxis der Weiterbildung in Deutschland. Aus dem Institut stammen die Herausgeber des Wörterbuchs.

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt