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Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung

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Edgar Sauter

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Das BIBB betreibt Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der beruflichen Bildung ( → Berufliche Weiterbildung) und nimmt Dienstleistungsfunktionen (Information, Beratung) gegenüber der Berufsbildungspraxis wahr. Es versteht sich als ein national und international anerkanntes Kompetenzzentrum zur Erforschung und Weiterentwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Ziel der Arbeit des Instituts ist es, die berufliche Bildung unter Berücksichtigung der technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung zu modernisieren und in enger Zusammenarbeit mit der Berufsbildungspraxis zu verbessern. Das BIBB arbeitet auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und führt seine Aufgaben im Rahmen der Bildungspolitik der Bundesregierung durch (§ 90, 1 BBiG). Seine zentrale Aufgabe, durch wissenschaftliche Forschung zur Berufsbildungsforschung beizutragen, wird auf der Grundlage eines jährlichen Forschungsprogramms durchgeführt, das durch das BMBF genehmigt wird. Darüber hinaus nimmt es, z.T. nach Weisung des zuständigen Bundesministeriums, eine Reihe „sonstiger“ Aufgaben wahr, wie z.B. an der Vorbereitung von Ausbildungsordnungen und sonstigen Rechtsverordnungen, an der Vorbereitung des Berufsbildungsberichts, an der Durchführung der Berufsbildungsstatistik sowie an der internationalen Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung mitzuwirken.

Zu den Aufgaben des BIBB gehört es zudem,

  • Modellversuche einschließlich wissenschaftlicher Begleituntersuchungen zu fördern,

  • die Förderung überbetrieblicher Berufsbildungsstätten durchzuführen,

  • das Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe zu führen und zu veröffentlichen sowie

  • die im Fernunterrichtsschutzgesetz beschriebenen Aufgaben wahrzunehmen.

Dem jährlichen Forschungsprogramm des Instituts liegt eine mittelfristig angelegte Forschungskonzeption zugrunde, die Aktivitäten nach „Forschungskorridoren“ gliedert. Das BIBB ist bei seiner Aufgabenwahrnehmung zum einen dem wissenschaftlichen Erkenntnisinteresse der Wissenschaftsgemeinde verpflichtet, zum anderen muss es auch die unterschiedlichen Interessenlagen der an der Berufsbildung Beteiligten (insb. Regierung, Sozialparteien) berücksichtigen. Von Anfang an hat dies bei der Bearbeitung aktueller Fragestellungen sowohl vonseiten der universitären Forschungstradition als auch vonseiten der Berufsbildungspraxis zu Spannungen geführt. Das Forschungsselbstverständnis des BIBB an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik muss deshalb den divergierenden Interessen gerecht werden.

Das BIBB wurde 1970 durch das BBiG von 1969 als Bundesinstitut für Berufsbildungsforschung (BBF) gegründet. Rechtliche Grundlage für das BIBB, seine Aufgaben und Organe ist das BBiG in der Fassung vom 01.04.2005, das die bisherigen Regelungen des Berufsbildungsförderungsgesetzes (BerBiFG) abgelöst hat. Die Organe des BIBB sind der Hauptausschuss und der Präsident. Ein wissenschaftlicher Beirat (§ 94 BBiG) berät die Organe des BIBB in Forschungsfragen. Der Hauptausschuss berät die Bundesregierung in grundsätzlichen Fragen der Berufsbildung, er beschließt das Forschungsprogramm und stellt den Haushaltsplan fest. Im Hauptausschuss arbeiten viertelparitätisch, d.h. mit jeweils gleichem Stimmenanteil (acht Stimmen) die Beauftragten der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer, der Länder und des Bundes zusammen. Der Präsident führt die Aufgaben des Bundesinstituts durch, leitet und verwaltet es.

Adressaten der Arbeit des BIBB sind vor allem die Planungspraxis der beruflichen Bildung, z.B. Spitzenorganisationen der Arbeitgeber und Gewerkschaften, Fachverbände, die Durchführungspraxis der beruflichen Bildung, z.B. Lehrpersonal in der Aus- und Weiterbildung, Betriebe und Unternehmen, sowie die wissenschaftliche Öffentlichkeit, z.B. Hochschulen und Einrichtungen der Berufsbildungsforschung.

Literatur

  • Bundesinstitut für Berufsbildung (Hrsg.): Jahresbericht 2007- 2008. Bonn 2008

  • Krekel, E.M. u.a. (Hrsg.): Forschung im Spannungsfeld konkurrierender Interessen. Die Ausbildungsstatistik und ihr Beitrag für Praxis, Politik und Wissenschaft. Bonn 2006

  • Rauner, F. (Hrsg.): Handbuch Berufsbildungsforschung. 2., akt. Auflage Bielefeld 2006

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hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl
2. Aufl. 2010, 334 S., 29,90 €

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt